Community Richtlinie
der DATIpilot-Innovationscommunity SENSCUBATOR
1. Unsere Werte und Verhaltensregeln
Der SENSCUBATOR ist eine Innovationscommunity, die im Rahmen des experimentellen Förderrahmens DATIpilot aufgebaut wird. Unser Ziel ist es, die marktgerechte Entwicklung von Sensoren und Sensorsystemen zu beschleunigen und die Transfereffizienz aus der öffentlichen Forschung in die Industrie zu steigern. Im Fokus steht die Schaffung nachhaltiger Strukturen für einen effizienten Technologietransfer an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die Community soll Expert:innen der sächsischen Hochschulen und (außeruniversitären) Forschungseinrichtungen mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammenbringen, um gemeinsam innovative Lösungen im Bereich Sensorik zu entwickeln und in die Anwendung zu bringen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist Kern des Technologietransfers, daher stehen wir für:
- Offenheit und Transparenz im Dialog
- Respekt und Wertschätzung im Miteinander
- Integrität und wissenschaftliche Sorgfalt
- Nachhaltigkeit in Denken und Handeln
- Praxisorientierung und Innovationsfreude im Technologietransfer
- Gemeinsames Gestalten von Prozessen
Unser SENSCUBATOR Team verpflichtet sich, Regeln und Prozesse zu schaffen, die ein respektvolles und freundliches Miteinander unterstützen. Als Teil der Community erklärst du dich mit den nachfolgenden Punkten einverstanden.
Verhaltensregeln
Wir fördern einen konstruktiven, respektvollen und lösungsorientierten Dialog im Community Raum. Kritische Diskussionen sind willkommen, sollten aber sachlich, faktenbasiert und ohne persönliche Angriffe geführt werden. Die wissenschaftliche Integrität steht im Mittelpunkt, was bedeutet, dass Falschinformationen und unbelegte Behauptungen unerwünscht sind. Im Rahmen der Kommunikation achten wir selbst auf eine gendergerechte und inklusive Sprache und empfehlen dies unseren Mitgliedern ebenfalls, um die Vielfalt und Gleichberechtigung sichtbar zu machen. Die Beiträge (z. B. im Forum) sollten klar, praxisorientiert und für alle Fach- und Anwendungskontexte verständlich formuliert sein. Sensiblen Informationen und vertrauliche Inhalte (z. B. in Form von Beiträgen, Vorträgen), insbesondere aus dem Bereich Forschung und Entwicklung, dürfen nur mit Zustimmung aller Beteiligten weitergegeben werden. Dadurch wird der Schutz des geistigen Eigentums ausdrücklich seitens der Verantwortlichen unterstützt. Bei Bedarf empfiehlt sich der Abschluss von Vertraulichkeitsvereinbarungen (NDAs). Siehe auch Punkt 5 Datenschutz und Vertraulichkeit.
2. Was bedeutet die Mitgliedschaft?
Die Mitgliedschaft in der SENSCUBATOR Community ist kostenlos und offen für Einzelpersonen (z. B. Wissenschaftler:innen, Expert:innen), Institutionen (z.B. Universitäten, Hochschulen, anderen Forschungseinrichtungen) und Unternehmen, die innovative Sensoriklösungen mitgestalten wollen und die Werte der Community teilen. Mitglieder tragen durch aktive Beteiligung, Wissenstransfer und gemeinsame Projektarbeit zur Weiterentwicklung des Experimentierraums bei. Wir sind immer offen für Kritik und begrüßen jedes konstruktive Feedback. Mitglieder der SENSCUBATOR Community erhalten Zugang zu einer internen Kommunikationsplattform und erhalten einen Überblick in die Entwicklungen aus den vom SENSCUBATOR unterstützten Projekten. Sie können sich aktiv in Arbeitsgruppen beteiligen und Workshopangebote wahrnehmen. Darüber hinaus steht ihnen die Nutzung von Beratungsangeboten und Kontaktvermittlung offen. Die Community unterstützt zudem bei der Identifikation von potentiellen Fördermitteln für Projektanträge, ermöglicht die Finanzierung kleiner Projekte und fördert den Austausch in Netzwerkveranstaltungen.
3. Unzulässiges Verhalten – Was wir nicht erlauben
Unser Ziel ist es, dass sich alle Mitglieder in unserer Community willkommen und wohlfühlen. Weiterhin wollen wir immer versuchen, spannende Diskussionen, die einen Mehrwert für unsere Community haben, zu fördern. Gleichzeitig haben wir die Verantwortung, die gesamte Community vor Beiträgen zu schützen, die nur zu Streit oder Negativität führen. Aus diesen genannten Gründen gibt es einige Verhaltensweisen und Inhalte die wir nicht tolerieren. Diese umfassen:
- Rechtswidrige oder menschenverachtende Inhalte
- Intoleranz gegenüber den Überzeugungen oder Ansichten anderer Menschen
- Rassismus, Sexismus, Altersdiskriminierung, Ableismus oder Äquivalente
- Beleidigungen gegen andere Mitglieder oder das SENSCUBATOR-Team
- Klar erkennbare politische oder religiöse Inhalte
Wir prüfen mögliche Missbrauchsfälle und ergreifen Maßnahmen, um Verhaltensweisen zu verhindern, die das Vertrauen der Mitglieder in unsere Community und Arbeit beeinträchtigen könnten. Kontaktiert uns gern, wenn ihr Verstöße mitbekommt bzw. involviert seid.
Konfliktlösung
Trotz aller Bemühungen können in der Community Konflikte entstehen. Konflikte werden zunächst im direkten persönlichen Dialog zwischen den Parteien geklärt, bei Bedarf moderiert durch eine neutrale Person. Führt dies nicht zum Erfolg, übernimmt das Community-Management die Vermittlung. Scheitert auch dieser Schritt, entscheidet das Community Board verbindlich auf Grundlage von Fairness und den Community-Werten. Als letzte Option kann ein Ausschluss aus der Community erfolgen.
4. SENSUBATOR Organe
Community Executives
Die Community Executives sind für die operative und strategische Steuerung der Community verantwortlich. Sie koordinieren die täglichen Aktivitäten, entwickeln die Strategie weiter, überwachen Projekte und verwalten das Budget. Das Team hat Entscheidungsbefugnis in alltäglichen Angelegenheiten und berichtet regelmäßig an das Community Board.
Community Board
Das Community Board ist das zentrale Lenkungsgremium der SENSCUBATOR Community und besteht aus vier bis sieben Vertreter:innen aus Wissenschaft, Transfereinrichtungen und Industrie. Es legt die strategische Ausrichtung und inhaltliche Ausgestaltung fest, genehmigt Projekte und wird über deren Erfolg unterrichtet. Zudem übernimmt es die Schlichtung schwerwiegender Konflikte. Entscheidungen werden in der Regel mit einfacher Mehrheit getroffen, wobei ein Konsens angestrebt wird. Transparenz und Unparteilichkeit sind entscheidend in der Community. Mitglieder der Executives und des Boards dürfen bei Befangenheit nicht mitentscheiden. Befangenheit besteht bei persönlicher Betroffenheit, wirtschaftlichem Eigeninteresse oder engen Beziehungen zu Betroffenen.
5. Datenschutz und Vertraulichkeit
Die SENSCUBATOR Community verpflichtet sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit personenbezogenen Daten und vertraulichen Informationen.
Personenbezogene Daten
Mitglieder sind an die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gebunden und erfassen personenbezogene Daten nur im notwendigen Umfang (Minimalprinzip). Daten die, die Community, ihre Mitglieder und die Projekte betreffen, werden durch die Community Executives sicher auf den Servern der TU Dresden, des HZDR und dem Bildungsportal Sachsen GmbH gespeichert und ausschließlich für Community-Zwecke genutzt. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur, wenn dies gesetzlich oder in den Zuwendungsbescheiden für die Community vorgeschrieben oder für die Projektabwicklung erforderlich ist. Jedes Mitglied hat das Recht, Auskunft über seine gespeicherten Daten zu erhalten und deren Löschung zu verlangen, soweit keine gesetzlichen oder aus Zuwendungsbescheiden resultierenden Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
Vertrauliche Informationen und Rechte an Ergebnissen
Als vertraulich gekennzeichnete Informationen (z. B. Forschungsergebnisse, Geschäftsgeheimnisse) dürfen nicht an Unbefugte weitergegeben werden. Die Community Executives und die Mitglieder des Boards sind in Bezug auf die Projekte zur Verschwiegenheit verpflichtet, dürfen die Informationen nur für deren Unterstützung verwenden und nur nach Zustimmung weitergeben. Vor der Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse stimmen sich die beteiligten Partner ab. Beiträge und geteilte Materialien sind mit geeigneten Quellenangaben und Lizenzhinweisen (z. B. © Copyright) zu versehen. Das in die Community eingebrachte Know-how (Background IP) bleibt stets Eigentum der jeweiligen Mitglieder, sofern die beteiligten untereinander nichts abweichendes vereinbaren. Neue Ergebnisse (Foreground IP) gehören entweder dem Mitglied, das sie erarbeitet hat, oder den beteiligten Partnern gemeinsam. Für eine kommerzielle Nutzung durch andere Mitglieder müssen faire Bedingungen gemeinsam vereinbart werden. Hier stehen die SENSCUBATOR Executives beratend zu Seite. Prinzipiell gelten zwei Prinzipien beim Umgang mit Daten:
- So offen wie möglich, so geschlossen wie nötig.
- Zur Sicherheit vor Veröffentlichung um Bestätigung bitten.
6. Schlussbestimmungen
Die SENSCUBATOR Community versteht sich als lernende und wachsende Innovationscommunity. Alle Mitglieder sind eingeladen, aktiv an der Gestaltung der Community mitzuwirken und Vorschläge zur Weiterentwicklung der Richtlinien einzubringen. Zur Förderung des Austauschs organisiert der SENSCUBATOR regelmäßige Netzwerktreffen, bietet Managementunterstützung und ermöglicht die Nutzung technischer sowie methodischer Kompetenzpools für Transferprojekte. Allen Mitgliedern wird diese Richtlinie zur Verfügung gestellt und sie bestätigen durch ihre weitere aktive Beteiligung die Anerkennung der Regelungen. Die Richtlinie ist auch Bestandteil weiterer Verträge zu den SENSCUBATOR Projekten.
Diese Richtlinien werden mindestens einmal jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Sie tritt mit Beschluss durch das Community Board am 23.10.2025 in Kraft.
Kontakt für Fragen und Anregungen: senscubator@tu-dresden.de
